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Nachhaltige Quartiersentwicklung Flughafengelände Berlin Tempelhof
Entwurf, 2012

Mit der Stilllegung des Flughafen Tempelhof im Oktober 2008 beziehungsweise der Öffnung des Flugfeldes im Mai 2010 entstand eines der grössten und beliebtesten Erholungsgebiete Berlins. Dieser neue Attraktor mit einer Fläche von 384 ha bietet Berlin aufgrund seiner günstigen innerstädtischen Lage und der guten Erschliessung eine grosse Chance sich national sowie international als zukunftsorientiert und modern zu präsentieren. Das neue Quartier sieht vor, den Schillerkiez nicht nur sozial, sondern auch baulich in den Prozess mit einzubeziehen. Durch die Schaffung einer Kulturachse an der Oderstrasse wird der Schillerkiez mit dem neuen Tempelhofer Quartier sowohl physisch, stofflich, infrastrukturell wie auch sozial, kulturell verbunden. Ziel des Entwurfs ist es keine fertige Lösung zu präsentieren, sondern Räume zu bieten, die flexibel für Veränderungen sind und den Bewohnern die Möglichkeit geben, sich selbst zu verwirklichen und den Raum ihren Nutzungswünschen entsprechend zu gestalten. Das Mittel der Partizipation bietet hierbei den Vorteil, dass bereits im Quartier vorhandene Ressourcen sowohl geistiger, materieller wie auch handwerklicher Natur genutzt werden können.

Das Quartier soll nicht auf dem gewohnten Weg über Stadtplaner, Architekt und Generalunternehmer entstehen, sondern aus der Bevölkerung. Diese Methode schafft neben Motivation auch Identifikation was für ein funktionierendes Quartier zum elementaren Faktor gehört. Es wächst frei und ist dennoch ökologisch, ökonomisch und vor allem sozial. Die bauliche Struktur ist geprägt von einer offenen, variablen Struktur, welche wie Schiffe an der Kulturachse andocken. Eine bauliche Struktur die wachsen und schrumpfen kann je nach Bedarf. Mit der Entwicklung von erneuerbaren Energieflusssystemen wird versucht, die regenerativen Energiepotentiale des Standorts zu entwickeln und den Einsatz fossiler Brennstoffe auf ein Minimum zu reduzieren. Weiter wird ‚Abfall’ nicht als Problem der Entsorgung verstanden, sondern als Nährstoff, Rohstoff, als Energiequelle, als ein Puzzlestein hin zur Post-Oil City. Der Entwurf versteht sich als Modellprojekt für eine Stadt nach menschlichem Maß; die Stadt von morgen.